Heiligenfeste vom 19.05.2012

Alkuin, Kuno, Cölestinh V., Maria Bernada Bütler



Fastnacht

Pfarrfastnacht in St. Bonifatius

Nachdem die Fastnachtsveranstaltungen der Orgelpfeifen seit 1989 nicht mehr stattfinden konnten, entstand nach dem Pfarrfest im Sommer 1990 bei einem gemütlichen Beisammensein der Helfer die Idee: Wir machen wieder Pfarrfastnacht.
Der damalige Pfarrer Differenz beauftragte Frau Rena Blömeke, Herrn Dr. Pfeifer und Herrn Gustav Kauer, mit der Planung und der Organisation. In der Kampagne 1990/1991 fiel dann allerdings bedingt durch den Irak-Krieg Fastnacht aus, es fand nur die Seniorensitzung, deren Termin schon früh im Jahr war, statt.
Die erste "richtige" Pfarrfastnacht wurde 1992 gefeiert. Der Zuspruch wurde von Jahr zu Jahr größer und bereits nach 5 Jahren wurde Pfarrfastnacht an zwei Abenden und einem Seniorennachmittag angeboten, um dem Zuschauerandrang gerecht zu werden.
Von Anfang an fest im Programm und immer ein Höhepunkt ist das jeweilige Team aus dem Pfarrhaus, das als "die Pfarrhausdoofen" musikalisch Geschehnisse aus dem Pfarreialltag ausplaudert. Seit vielen Jahren dabei und nicht mehr wegzudenken sind die musikalischen Beiträge der Wolfskehler Gitarrenfreunde und der Schluggaderos aus Geinsheim.
Tänzerische Glanzpunkte setzten immer wieder Tanzgruppen, die sich aus Pfarreimitglieder zusammensetzten, wie die legendären Boni-Ladies, Ministrantengruppen oder das erste ökumenische Männerballett "Ökumenians".
Die Lachmuskeln strapazierten unzählige Male u.a. Frau Schulze, Frau Blömeke, Frau Lorenz, Frau Eismann, Herr Avemarie, Herr Stork, Herr Schmack (†) und aus den Nachbargemeinden Gernsheim, Frau Salzer und Stockstadt, Pfarrer Fillauer, mit gekonnten Redebeiträgen.
Viele Redner, Tänzer oder Sänger aus den befreundeten Vereinen in Leeheim, Crumstadt, Goddelau, Wolfskehlen und Erfelden bereichern von Jahr zu Jahr die Sitzungen. Aus St. Antonius, Frankfurt am Main kommend, knüpfte Albert Leisinger (†) die Kontakte zwischen den Karnevalsverantwortlichen und seit dem gibt es einen schönen Austausch mit den Aktiven aus der Mainmetropole, die regelmäßig mit dem NKA-Männerballett und der Mädchengarde zu Auftritten nach St. Bonifatius anreisen und sich "unseren" Musiker, Thomas Steiner, sowie Pfarrer Fillauer ausleihen.
Im liebevoll von der St.-Bonifatius-Rentner-Bande (Herren Kissel, Pecher, Ulwer, Schmack (†), Leisinger (†), Fechter und Gerlich) geschmückten Pfarrsaal, der immer schon rauchfrei war, ist die Atmosphäre immer einzigartig. Nur durch das erhebliche ehrenamtliche Engagement vieler, vieler Helfer (Küche, Auf-/Abbau,) im Hintergrund können die Veranstaltungen durchgeführt werden.
Damit auch wirklich jeder, der es möchte, an den Pfarrfastnachtsveranstaltungen teilnehmen kann, wurde von Anfang an kein fester Eintrittspreis erhoben, sondern um eine Spende gebeten.
Für die Gesamtgestaltung, für das rund fünfstündige Programm und die Moderation blieb Gustav Kauer in all den Jahren verantwortlich.
Im Jahr 2008 übernahm Andrea Burrichter die Organisation der Veranstaltungen.

Pfarrfastnacht 2011
Mit Sträflingen, Ausbrechern und Engeln

Narrhalla - Bei Pfarrfastnacht St. Bonifatius bringen Goddelauer Gruppen und Gäste aus Frankfurt Stimmung in den Saal
Goddelau. Um 23 Uhr, nach dreieinhalb Stunden, sollte Schluss sein mit der närrischen Sitzung. Und tatsächlich dauerte die Pfarrfastnacht nur unwesentlich länger. Dass sich die Organisatoren diese Selbstbeschränkung auferlegten, lag an vielfach geäußerten Besucherwünschen: Eine Monumentalsitzung wie in den vergangenen Jahren, als die Veranstaltung gut fünf Stunden dauerte, mochten die Zuschauer nicht mehr erleben. Ganz nach dem Motto: "Wir wollen nicht so lange anderen bei Tanzen zugucken, wir wollen lieber selber tanzen", wie Andrea Burrichter zusammenfasste.
Scherzhaft bezeichnete sich die Moderatorin der Pfarrfastnacht, die das Programm gemeinsam mit Gaby Schilz zusammenstellte, als "Chefin von dem Chaos hier". Es wurde in der Tat eng im Pfarrsaal der katholischen Pfarrei St. Bonifatius/St. Alban: 100 Zuschauer zwischen 14 und 91 Jahren bekamen ebenso viele Mitwirkende zu sehen. Dazu kamen 30 Helfer, die sich um die Bewirtung der Gäste kümmerten.
Unter den Akteuren waren, wie seit Jahren bei dieser Veranstaltung gewohnt, Karnevalisten vom Närrischen Komitee St. Antonius (NKA) aus Frankfurt. "Wir sind mit dem NKA befreundet und tauschen uns mit den Aktiven untereinander aus", erläuterte Burrichter. So tanzte neben der NKA-Garde auch das Männerballett, das sich "Die Elfen" nennt. Das tänzerische Gegenteil von dem nicht gerade grazilen, aber gerade deshalb unterhaltsamen Männerensemble war die Formation "Just4Fun". Die Nachwuchstänzerinnen des TSV Goddelau zeigten eine Hommage an die 1982 eingestellte Fernseh-Musikshow "DISCO" mit Ilja Richter, deren Erstausstrahlung sich 2011 zum vierzigsten Mal jährt. Im Gegensatz zur musikalischen Begleitung von "Just4Fun", die Techno-Beats für ihre Nummer ausgewählt hatten, unterhielten die Gitarrenfreunde Wolfskehlen mit Schunkelliedern.
Von den Erlebnissen eines Sträflings berichtete Uwe Reibold in der Bütt. Als Ausbrecher präsentierte sich dagegen der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Biebesheim, Stefan Fillauer. Ihn hatte es ins Dschungelcamp verschlagen, wo es ihm aber allzu verrückt zuging. Einen imaginären tierischen Partner hatte Niklas Burrichter mitgebracht. Als Niklas und Esel debütierte der 15 Jahre alte Bauchredner bei der Pfarrfastnacht, seine Karnevalspremiere war es aber nicht. Der Nachwuchsredner trat bereits bei der Seniorenfastnacht der Goddelauer Pfarrei und bei der NKA-Faschingssitzung auf.
Wenn der Esel eine Putzfrau braucht
Ein Esel pflegt sich zuweilen Erleichterung zu verschaffen. Und diese Hinterlassenschaften sind - wenn der Vierbeiner nicht gerade ein Goldesel ist - eher geruchsintensiver Natur. Gut, dass die Sitzungsmacher auch an eine "Putzfrau" gedacht hatten, die solchen Dreck flugs beseitigt. In dieser Rolle, genauer gesagt als "Putze vom Pfarrer", stieg der ehemalige Sitzungspräsident Gustav Kauer in die Bütt. Die "Golldies" (TSV Goddelau) tanzten in Regenumhängen und -schirmen zum Hit "It's raining men". Teufel hielten im Pfarrsaal Einzug, als sich die Tänzerinnen von "Quärbeet" schwungvoll vorstellten. Im selben Programm waren die Damen vom TSV Goddelau aber auch als Engel unterwegs. Der Himmel ist auch der Arbeitsplatz der Stewardessen, eine Rolle, die die "Weird Dancers" aus der Pfarrei übernahmen.
Für die musikalische Begleitung sorgte Thomas Steiner. Nach der Sitzung wurde noch bis tief in die Nacht hinein geplauscht und getanzt.


Bilder aus der Sitzung finden Sie in der Bildergalerie.